Meierei Trittau 1993 - 100 jähriges Jubiläum
Gründung 1893

Über 120 Jahre lang hat die Meierei im Zentrum von Trittau unseren Ort geprägt. Im Jahr 1893 schlossen sich auf Initiave des Mühlenbesitzers Willer 22 Bauern aus Trittau und Hamfelde/Stormarn sowie Hamfelde/Lauenburg zusammen und gründeten eine Meiereigenossenschaft zur gemeinsamen Verarbeitung der Milch. 1894 kaufte die Genossenschaft ein 937 m² großes Grundstück an der Kirchenstraße und erbaute für 27.438 Reichsmark eine Meierei. Zur Finanzierung nahm man eine Anleihe über 25.000 Reichsmark auf. Jedem Miteigentümer wurde eine Grundschuld entsprechend der Quote seines Landareals eingetragen, die in jährlichen Raten von den Gutschriften für die Milchanlieferung abgetragen wurde. Die Meierei nahm am 18. Dezember 1894 ihren Betrieb auf.

Die technische Entwicklung von z.B. kontinuierlich arbeitenden Milchzentrifugen oder Eimerschleudern hatte die damals auf den Höfen übliche Eigenverarbeitung von Milch und Butter unrentabel werden lassen, so dass sich ab ca. 1870 in Schleswig-Holstein vermehrt Meiereien gründeten, zuerst auf Dorfebene und nach Ausbau des Verkehrs- und Straßensystems auch überregional.

Entwicklung

der Milchlieferanten

  •     1910 -  21 Mitglieder in einer Genossenschaft mit unbeschränkter Haftung lieferten 501.354 kg Milch im ersten Jahr an
  • ab 1937 - 143 Mitglieder nach Umwandlung in eine Genossenschaft mit beschränkter Haftung
  •     1938 - Bauern aus Koberg und Sirksfelde kommen nach Trittau, da Koberger Meierei geschlossen wird
  •     1939 - Milch aus Grönwohld und Lütjensee kommt nach Trittau, da Grönwohlder Meierei geschlossen wird
  •     1941 - Linauer Bauern liefern nach Trittau, da Meierei Kalkkuhle geschlossen wird
  •     1943 - Zuteilung von 6 weiteren Dörfern, da die Hansa-Meierei aus Hamburg durch den Krieg schwer beschädigt worden war
  •     1958 - Meierei Schiphorst schließt und wird von Meierei Trittau übernommen
  •     1963 - Vereinigte Meiereien Ahrensburg, Christian Ott & co, wird durch Kauf übernommen
  •     1970 - Fusion mit den Meiereien Schönberg und Nusse
  •     1971 - Teile des Einzugsgebietes der Meierei Fuhlenhagen werden übernommen, Fusion mit der Meierei Labenz
  •     1972 - Übernahme des Einzugs- und Absatzgebietes der Privatmeierei Möller aus Bad Oldesloe
  •     1978 - Privatmeierei Bertz schließt und die Bauern aus Bargteheide, Tremsbüttel, Hammoor und Nienwohld liefern nach Trittau
  •     1981 - Teile des Einzugsgebietes der Meierei Möhnsen gehen zur Meierei Trittau (Kasseburg, Basthorst und Bauern aus Möhnsen)
  •     1982 - die Dörfer Siebenbäumen, Grinau und Schürensöhlen liefern nach Trittau
  • ab 1984 - wechselten zahlreiche Milchlieferanten aus Rausdorf, Stellau, Kronshorst, Langelohe, Stapelfeld und Todendorf-Sprenge nach Trittau
  •     1990 - Einzelhandelskundschaft der anderweitig fusionierten LMZ Schwarzenbek wechselt nach Trittau
  •     1993 - 100 jähriges Jubiläum. Von 550 Schleswig-Holsteinischen Meiereien aus dem Jahr 1950 existieren noch 36, darunter Trittau mit 330 Landwirten.
  •     1995 - 36 Biohöfe liefern ihre Milch nach Trittau, aus denen die Milch "Hamfelder Hof" produziert wird
  • Entwicklung

    der Gebäude


    Meierei Trittau um 1936

    Meierei Trittau um 1924
    Das Bild rechts zeigt die Meierei um 1924, d.h. dies ist vermutlich der Originalbau aus dem Jahre 1894 (Zum Vergrößerm auf das Bild klicken). Im Jahre 1911 wurde das Meiereigebäude erstmals erweitert, eine neue Dampfmaschine wurde installiert und eine Käserei eingerichtet. Nach kriegs- und inflationsbedingten Jahren der Stagnation folgten erst 1927 wieder größere Anschaffungen und bauliche Vergrößerungen. Die Menge der angelieferten Milch war im Jahre 1926 auf 1,573 Millionen Kilogramm angewachsen. Die 1936 technisch und kaufmännisch abgewirtschaftete Meierei musste dringend modernisiert werden, doch dazu war erhebliche Überzeugungsarbeit bei den Mitgliedern erforderlich. Darüber hinaus hätte der mächtige Milchwirtschaftsverband Hamburg die Trittauer Meierei lieber geschlossen gesehen. Doch der 1936 neu eingestellte Betriebsleiter Wilhelm Gosch konnte mit Unterstützung der Maschinen- und Bauberatungsstelle des neuen Milchwirtschaftsverbandes die Klippen umschiffen. Veranschlagt waren für die Modernisierung anfangs 60.000 RM, tatsächlich kostete sie aber 135.000 RM. Die wirtschaftliche Basis war trotzdem gegeben, weil nach der Umwandlung in eine Genossenschaft mit beschränkter Haftung alle Lieferanten als Mitglieder beitreten durften.

    Ende 1937 konnte das Richtfest für den Erweiterungsbau (s. links) gefeiert werden.


    Eisfabrik 1948

    1947 / 48 musste ein neuer Tiefbrunnen gebohrt werden. Nach der Währungsreform wurde aus der Mangelware Milch wieder ein Überschußprodukt. Daher wagte man sich an die Errichtung eines Käsereigebäudes heran. Bei 70.000 DM Baukosten war das so kurz nach der Währungsreform nicht ohne Risiko. Weil viele Meiereien auf die gleiche Idee gekommen waren, brach der Käsemarkt 1949 zusammen. Daher wurde nur im Keller des neuen Gebäudes eine Kleinstkäserei eingerichtet. Im Erdgeschoß sollte stattdessen mit Handformen Stieleis hergestellt werden - die "Eisfrabrik" entstand (s. rechts).

    Bis zu 14 Frauen waren während der Sommermonate tätig beim Füllen der Eisformen, Einstecken der Stiele und Verpacken der gefrorenen Eisportionen per Hand. Der Eismeister bediente den Freezer und überwachte die viele Handarbeit der Helfer auf präzise Stellung der Holzstiele und feste Wicklung der fertigen Eisstücke. Das Eis wurde "Mili" genannt, Mili sollte dezent auf den Milchgehalt im Eis hinweisen, obwohl dies nach den damals gültigen Bewirtschaftungsvorschriften noch verboten war.


    Erweiterungsbau 1954

    Die Milchmenge nahm zu. Es wurden Quark, Schichtkäse, Schlagsahne, Flaschenmilch, Schulkakao und Joghurt in steigenden Mengen produziert. 1953 wurde ein angrenzendes Grundstück von Rudolf Scharnberg erworben und der Erweiterungsbau konnte bis Ende 1955 fertig gestellt werden.

    Die Anlieferung der Milch erfolgte bis ca. 1955 noch überwiegend mit Pferd und Wagen, anschließend traten Lieferwagen, zum Teil mit Trecker, und Lastkraftwagen an ihre Stelle.


    1960 - Kartoffeldämpfanlage

    1969 - Straßen- und Seitenansicht

    Milchanlieferung in Kannen - bis 1969

    Auf einer Generalversammlung im Jahr 1968 beschloß die Genossenschaft nach hitziger Debatte die Umstellung der Milcherfassung auf Tanksammelwagen im Zwei-Tages-Rhythmus. Die Umstellung im Laufe des Jahres 1969 erforderte erhebliche Investitionen, denn die Meierei hatte sich verpflichtet, auf jedem Bauernhof eine Michkühlwanne einzubauen und sie künftig auf eigene Kosten zu warten. Andererseits mussten auch die Landwirte vorschriftsmäßige Milchkammern und befestigte Zufahrten für die Tankfahrzeuge bauen. Diese Maßnahmen erforderten zwar beträchtliche Summen, sie waren aber im Interesse der Milchqualität unbedingt erforderlich. Die nun mögliche schnelle Kühlung auf 4 Grad Celcius verbesserte die Rohmilchqualität erheblich. Etwa 120 meist kleinere Lieferanten gaben die Milcherzeugung zu dem Zeitpunkt auf. Für die verbliebenen Mitglieder brachte das neue System mehr Qualitätssicherheit, Arbeitserleichterungen und zeitliche Unabhängigkeit im eigenen Tagesablauf.

    1970 wurde ein Anbau der Meierei für die Milchsammelanlieferung per Tankwagen fertiggestellt und seither sieht die Meierei so aus, wie auf dem Bild zum 100jährigen Jubiläum 1993 (s. Seitenanfang).

    Entwicklung

    der Technik

    Anfangs wurde in den meist genossenschaftlich betriebenen Meiereien Butter hergestellt. Die ersten Dampfmaschinen zum Antrieb von Zentrifugen, Pumpen und Butterfässern fanden Eingang in die neugegründeten Meiereien, auch in Trittau. Findige Fabrikanten entwickelten passende Maschinen und Geräte, die in ihrer Funktion laufend verbessert wurden und mit denen in der Folge immer größere Milchmengen verarbeitet werden konnten.

    1895 wurde in Trittau eine zweite Zentrifuge, 1898 ein Pasteurisierungsapparat und 1905 ein Magermilcherhitzer angeschafft. Im Winter 1937/38 bekam der Betrieb eine komplett neue Ausrüstung. Wichtigste Veränderung: Alle Maschinen erhielten einen elektrischen Einzelantrieb, die Dampfmaschine hatte ausgedient. 1941 kamen zwei neue Phönix-C-Supra-Kanalplattenerhitzer mit einer Stundenleistung von je 4000 Litern, neue Westfalia Zentrifugen und die erste Linde Kältemaschine des Typs R-S 30 hinzu.

    Große Probleme mussten die Meierei Mitarbeiter zum Ende des 2. Weltkrieges meistern. Im März 1945 mussten die Bauern aus der Umgebung Ein-Meter-Stämme Buchenholz aus der Hahnheide zur Meierei fahren, da es keine Steinkohle mehr gab. Bis zu 10 Hilfskräfte, alte Männer, Frauen und Kinder waren täglich mit Holzsägen und -spalten sowie dem Transport zum Dampfkessel beschäftigt. Am 1. Mai 1945 lag Trittau mehrere Stunden unter Artilleriebeschuß, auch das Meiereigebäude erhielt einige Treffer. Trotzdem brachten die Bauern aus der näheren Umgebung am nächsten Tag pünktlich ihre Milch. Doch die Meierei hatte weder Strom noch Kohle, Dampf, Wasser oder Hilfskräfte. Die Kanneninhalte wurden geschätzt und in das offene Annahmebassin geschüttet. Per Mund-zu-Mund Propaganda erfuhr die Trittauer Bevölkerung, daß es reichlich Milch ohne Marken in möglichst großen Gefäßen zu holen gab. Kassiert wurde neben der Zentrifuge von Mutter Gosch in einer Zigarrenkiste.


    Das 1. Eis-Auslieferungsfahrzeug

    1949 erhielt auch die "Eisfabrik" ihre technische Erstausrüstung, die allerdings relativ klein war, so daß an heißen Tagen die Kapazität bei Produktion, Lagerung, Vertrieb und Verkauf weder hinten noch vorne reichte.


    Fahrzeugflotte zur Eisauslieferung

    Dem normalen Eis am Stiel folgten gefrorene Neuheiten wie z.B. das Fürst-Pückler-Eis, das aber immer noch überwiegend manuell gefertigt wurde, so daß die Herstellung trotz des geringen Stundenlohns von 54 Pfennigen relativ teuer war. Deshalb setzten sich Heinrich Gosch und Ernst Steg daran und entwickelten eine erste "Handform mit Zieheinrichtung für stielloses Eis zum Tauchen in Schokoladenfettglasur". Der Wentorfer Schlossermeister Lübcke, der nach dem Trittauer Modell Formen und Ausziehgeräte baute, erkannte sehr schnell den Wert dieser Technik und ein Jahr später verfügte die norddeutsche Eisbranche über diese Einrichtungen. Die Mitbewerber nannten dies Eis "Domino" oder "Kluthen", in Trittau wurde es "Schwarzröckchen" genannt. Damit hat die Trittauer Meierei gutes Geld verdient und den weiteren Ausbau der Eisproduktion und des Eisvertriebes finanziert, wie man leicht an der Fahrzeugflotte für die Eisauslieferung erkennen mag.


    1955 Kannenwaschanlage

    Die Waschanlage für Kannen, die 1955 im Zuge der Erweiterung der Meierei mit eingebaut wurde (s. Bild rechts), war eine große Erleichterung für die Bauern. Sie mussten ihre Lieferbehälter nicht mehr umständlich von Hand reinigen, sondern bekamen sie blitzsauber zurück.

    Die schon erwähnte Umstellung der Milcherfassung im Jahre 1969 auf Tanksammelwagen brachte eine weitere Qualitätsverbesserung mit sich: Die Milch wird in einer separaten Milchkammer auf dem Bauernhof schon in einer von der Meierei gestellten Chromnickelwanne (s. Bild links) auf 4 Grad Celsius gekühlt.

    Hier wird einmal der tägliche Werdegang der Milch dargestellt, von der Kuh bis auf den Ladentisch.
    (Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.)


    06:00 Melkzeit

    06:45 Tanksammelwagen

    07:30 Abpumpen der Milch

    08:00 350.000 l Milch

    09:00 Produktionsraum

    10:00 Buttermaschine

    10:30 Qualität ?

    11:00 Schaltzentrale

    12:00 Abfüllanlage

    13:00 Kühllager

    14:00 Bestellannahme

    17:00 Auslieferung
    Produkte

    Milch, Butter, Joghurt und Käse sind sicher die Standardprodukte jeder Meierei. Die Trittauer Meierei zeichnete sich darüber hinaus aber noch durch besondere Produkte bzw. Verarbeitungsweisen aus. In dem Zusammenhang sei auf das Mili Eis verwiesen, das ab ca. 1950 ganz wesentlich zum Umsatz der Meierei beitrug, insbesondere das "Schwarzröckchen", auf dem Schild rechts. Im Kampf gegen die Branchenriesen wie Langnese hatte es das Mili-Eis zunehmend schwerer. Deshalb wurde 1988 die Sparte an den Nürnberger Hersteller Schöller verkauft, der inzwischen zum Nestlé Konzern gehört.

    Im Jahr 1994 begann die Trittauer Meierei als erster Milchverarbeiter in Europa mit der Produktion der "längerfrischen" Milch. Ein neues Verfahren ermöglichte es, 3 Wochen haltbare Frischmilch herzustellen. Die angelieferte Rohmilch wird auf 70 erhitzt und anschließend homogenisiert. Nach Durchlaufen einer Filteranlage zur Reinigung beginnt das Dampfinjektionsverfahren (FSH-Verfahren). Der Milch wird nach Durchlaufen von Wärmetauschern Dampf injiziert. Dadurch wird sie schlagartig für 1 Sekunde von ca. 70 °C auf 125 °Celsius hocherhitzt und Keime werden abgetötet, wichtige Inhaltsstoffe und der Frischmilchgeschmack bleiben jedoch erhalten. Nach der kurzzeitigen Hocherhitzung wird der Milch in einem Entspannungskühler im Vakuumverfahren der Wasserdampf wieder entzogen und die Milch auf 4 °C abgekühlt. Auch mit diesem innovativen Produkt musste sich die Meierei erst behaupten, denn die deutschen Behörden wollten die Milch anfangs nicht als Frischmilch zulassen. Erst Dank der Hilfe eines schleswig-holsteinischen EU Abgeordneten gelang der Durchbruch. Die "Längerfrische" wurde nicht nur regional vermarktet, erstmals konnte nun auch die Belieferung von Zentralen des Handels in Angriff genommen werden.

    Personen

    Die Belegschaft 1943

    Mitarbeiter

    Anerkennung und Erfolg der Meierei Trittau hängen auch von der Leistung ihrer Mitarbeiter ab. Viele Mitarbeiter waren 20, 30 oder sogar über 40 Jahre bei der Meierei Trittau beschäftigt und haben sich dort wohl gefühlt. In den ersten Jahren nach dem II. Weltkrieg gehörte es schon fast zum Dorfbild, dass Wilhelm Gosch in Holzpantoffeln und weißer Jacke durch Trittau lief und auch Sonntags Frauen für Sonderschichten zusammentrommelte. Handwerker und Kaufleute, die damals schon ein Auto besaßen, fuhren zusätzlich Eis aus. Auch für die Meieristen war Sonderdienst in der Eisfabrik selbstverständlich, zusätzlich zu ihrem normalen Arbeitspensum. Und verheiratete Meieristen hatten ihre Ehefrauen mitzubringen zum Eiseinpacken.

    Personen
    Vorstands-Vorsitzende Aufsichtsrats-Vorsitzende Geschäftsführung
  •     1894 - 1930 F. Benn, Trittau
  •     1930 - 1947 Dr. Harders, Trittau
  •     1947 - 1959 G. Scharnberg, Trittau
  •     1959 - 1972 Fr. Petersen, Trittau
  •     1973 - 1986 H. Elfenkämper, Hamfelde
  •     1986 - 1992 R. Scharnberg, Trittau
  •     1992 - 1995 D. Daniels, Wolkenwehe
  •     1995 - 2006 Ralf_Ingo Menzel, Meilsdorf
  •     2006 - 2011 Jürgen Ruge, Bargteheide
  •     1915 - 1928 J. Harders, Trittau
  •     1913 - 1930 K. Stapelfeld, Damker
  •     1928 - 1934 J. Steenfadt, Trittau
  •     1934 - 1936 Fr. Burmeister, Trittau
  •     1936 - 1940 W. Möller, Trittau
  •     1946 - 1949 H. Koops, Hamfelde
  •     1949 - 1959 A. Harders, Grande
  •     1960 - 1968 O. Kruse, Linau
  •     1968 - 1995 H. Niemeyer, Grönwohld
  •     1995 - 2011 F. Klose, Trittau
  •     1894 - Diekelmann
  •     1897 - Jarstorf
  •     1900 - Gerhard Henk
  •     1908 - Heinrich Evers
  •     1936 - Wilhelm Gosch
  •     1954 - Heinrich Gosch
  •     1994 - Klaus Prätorius
  •     2005 - Heiko Maschmann

  • Wilhelm Gosch

    Heinrich Gosch

    Nahezu 60 Jahre haben Heinrich Gosch und sein Vater Wilhelm Gosch die Entwicklung der Meierei Trittau als Geschäftsführer maßgeblich geprägt.

    Ausklang

    2011 fusionierte die Meierei Trittau mit der Hansano von Updahl (Nordwestmecklenburg), 80 Mitglieder der Genossenschaft stimmten dafür. Die Meierei Trittau wurde stillgelegt und "Mili-Milch" verschwand vom Markt, sie wurde mit der Maxifrischen von Hansano zur "Weidemilch". 37 Bio-Bauern, die für die Marke "Hamfelder Hof" liefern, hatten ihre Anteile zurückgegeben. 23 von ihnen haben inzwischen eine eigene Bio-Meierei "Hamfelder Hof" in Mühlenrade gebaut.

    2013 wurde das Meierei Gelände von Günter Süllau, dem Geschäftsführer des hiesigen Edeka Marktes, erworben. Die Meierei wird abgerissen, auf dem Gelände soll ein „städtebaulich ansprechender und attraktiver Baukörper“ entstehen. Angelehnt an die Überlegungen aus Politik und Verwaltung soll es eine geschlossene Bebauung zum Kreisel Kirchenstraße geben. In den oberen Geschossen sind 20 bis 30 altengerechte Wohnungen geplant, im Erdgeschoss ein Edeka Markt mit einer Verkaufsfläche von 2200 Quadratmetern zuzüglich eines integrierten Getränkemarkts von etwa 500 Quadratmetern.

    Ein interessantes Video über die Historie der Meierei Trittau von den ersten Anfängen bis zum Abriß 2017 finden Sie hier.


    Meierei Gelände November 2017

    Im November 2017 waren alle Gebäude komplett abgerissen (s. Bild rechts) und warten jetzt auf den Neubau.


       ©Julian Geisler

    Ich danke Heinrich Gosch, der mir die Festschrift zum 100 jährigen Jubiläum der Meierei Trittau zur Verfügung gestellt hat und mich in jeder Hinsicht mit allen notwendigen Informationen unterstützt hat.